Darmzentrum

Zentrum für gastrointestinale Tumorerkrankungen

Vorsorge

Unter Vorsorge versteht man vorbeugende Maßnahmen, die die Entstehung einer Erkrankung vermeiden oder zumindest das Risiko der Erkrankung deutlich vermindern soll. Gleichzeitig handelt es sich auch um Maßnahmen, die zur Früherkennung einer Erkrankung dienen.

Bezüglich der Darmkrebsvorsorge dienen die Krebsfrüherkennungen dazu, Darmpolypen oder Frühstadien von Darmkrebs so rechtzeitig zu erkennen, dass die Behandlung mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Heilung führt. Die Krankenkassen bieten ein solches Darmkrebs – Früherkennungsprogramm an. Dies beinhaltet in der Regel ab dem 50. Lebensjahr das Austasten des Enddarms und den Test auf okkultes, also nicht sichtbares, Blut im Stuhl und ab dem 55. Lebensjahr eine Darmspiegelung (Coloskopie).


Hämoccult-Test

Hierbei handelt es sich um einen Test, der für das bloße Auge nicht sichtbares Blut im Stuhl aufspüren kann.

Für diesen Test erhält der Patient vom Arzt ein Testbriefchen, auf dessen Felder er an 3 aufeinander folgenden Tagen jeweils eine kleine Stuhlprobe mit einem Spatel aufbringt. An der Farbreaktion kann der Arzt erkennen, ob sich verstecktes Blut im Stuhl befindet. Wenn dieses Testergebnis positiv ist, muss in jedem Fall eine weitere Abklärung mittels Darmspiegelung erfolgen.

Ein positives Testergebnis bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich eine bösartige Erkrankung dahinter versteckt, Blut im Stuhl kann unterschiedlichste Ursachen haben, wobei ein negatives Testergebnis Darmkrebs nicht mit Sicherheit ausschließt.

Darmspiegelung

Darmspiegelungzoom

Ab dem 55. Lebensjahr ist die Darmspiegelung fester Bestandteil der Darmkrebsvorsorge. Als kassenärztliche Leistung kann diese, bei unauffälligem Untersuchungsergebnis, zweimal im Abstand von 10 Jahren wiederholt werden.

Am Vortag der Untersuchung muss der Darm durch spezielle Abführmittel gereinigt werden, am Untersuchungstag muss ebenfalls nochmals eine geringere Menge Abführmittel genommen werden, damit die optimale Beurteilung der Darmschleimhaut möglich wird.

Die Durchführung der Darmspiegelung ist heutzutage, falls vom Patienten nicht anders gewünscht, durch Beruhigungs- und eventuell auch Schmerzmedikamente absolut schmerzfrei durchzuführen. Zu bedenken ist jedoch, dass bei Verabreichung dieser Beruhigungsmittel die Fahrtüchtigkeit in den meisten Fällen für 24 Stunden eingeschränkt ist, sodass nach ambulanten Darmspiegelungen eine Begleitung nach der Untersuchung organisiert werden muss.

Die eigentliche Darmspiegelung dauert je nach Patient ca. 40 Minuten. Mit hoch auflösenden Videoendoskopen kann ein genaues Bild der Darmschleimhaut über einen Monitor geliefert werden, der Arzt beurteilt Veränderungen und kann über einen Arbeitskanal des Endoskops Proben entnehmen oder Polypen entfernen. Genaue Untersuchungen der entnommenen Gewebeproben erfolgen im pathologischen Institut, in den meisten Fällen kann innerhalb von 2 Tagen auch eine feingewebliche Diagnose gestellt werden.

 
Kliniken Ostalb

Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd
Wetzgauer Straße 85
73557 Mutlangen

Leiter
Priv.-Doz. Dr. med. Jens Mayer

Stellvertretender Leiter
Dr. med. Dirk Ewald


Kontakt
Sekretariat Allgemein- und Viszeralchirurgie:
Renate Klotzbücher
07171 / 701 - 1602
07171 / 701 - 1609


 
 
 

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