Darmkrebs

Zentrum für gastrointestinale Tumorerkrankungen

Darmkrebs

Was ist Darmkrebs?
Unter Darmkrebs versteht man Tumorerkrankungen des Dickdarms (Kolon) oder des Mastdarms (Rektum), die in den meisten Fällen aus gutartigen Wucherungen in der Darmschleimhaut (so genannten Polypen) entstehen.

Darmkrebserkrankungen entwickeln sich oft unbemerkt über einen Zeitraum von mehreren Jahren aus einem Polypen. Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird! Erste Warnzeichen wie Blut im rot oder schwarz gefärbten Stuhl sind deshalb ernst zu nehmen.



Symptome

Es gibt eine Reihe von Symptomen:

  • Veränderter Stuhlgang wie plötzlicher Durchfall oder Verstopfung oder beides im Wechsel
  • Krampfartige Bauchschmerzen, Stuhldrang ohne Entleerung
  • Blähbauch
  • Blässe und Blutarmut 
  • Gewichtsverlust, Schwäche 
  • Blut im Stuhl

 Symptome sollten ernst genommen und untersucht werden.


Risikofaktoren

Die Ursachen, die zur Entstehung von Darmkrebs führen, sind ungeklärt. Es gibt jedoch Faktoren, die das Auftreten der Krankheit begünstigen.

Risikofaktoren sind:

  • erbliche Veranlagung
  • ballaststoffarme und fleischreiche Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • hoher Alkoholkonsum
  • Übergewicht
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung senken das Risiko, an Darmrebs zu erkranken. 
 

Stadien

Die Therapie des Karzinoms erfolgt nach der S3-Leitlinie, die von wissen-schaftlichen Fachgesellschaften erarbeitet worden ist. Damit wird die beste derzeit verfügbare Behandlung sichergestellt.

Die Erkrankung und die Behandlungsstrategie für jeden einzelnen Patienten wird gemeinsam in der interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen. Die Behandlung richtet sich nach Tumorart und Tumorstadium. Die Klassifizierung erfolgt durch verschiedene diagnostische Möglichkeiten und erfasst unter anderem Tumorgröße, Lymphknotenbefall und Ausbreitung.

Die Diagnose einer Darmkrebserkrankung kann erst durch eine Gewebeprobe gestellt werden. Insgesamt vier Entwicklungsstufen einer Darmkrebserkrankung werden unterschieden.

Bei Stadium I-Tumoren ist die Darmwand nicht durchbrochen und eine Heilung erfolgt in den meisten Fällen durch eine Operation. Eine Chemo- / Strahlentherapie ist nicht notwendig.

Bei Stadium II-Tumoren ist die Darmwand durchbrochen und umliegendes Gewebe kann betroffen sein. Die Lymphknoten sind frei und es liegen keine Metastasen vor. Je nach Lokalisation wird vor einer Operation auch eine Chemo- und Strahlentherapie durchgeführt, um das Risiko für ein Wiederauftreten oder eine Streuung zu verringern.

Bei Stadium III-Tumoren sind die Lymphknoten mit befallen. Oftmals vor und nach der Operation wird das weitere Vorgehen in der Tumorkonferenz besprochen. In vielen Fällen steht eine Chemotherapie postoperativ an, um die Heilungschancen zu erhöhen. Nachsorge-Untersuchungen sind im Stadium II und III wichtig, um ein Wiederauftreten des Tumors frühzeitig zu erkennen.

Stadium IV-Tumore gehen mit Metastasen einher. Abhängig von Anzahl und Lage der Metastasen kann es möglich sein, dass auch die Metastasen operativ entfernt werden können. In der Regel ist eine Chemotherapie nötig, die sich gegen die Metastasen und den Primärtumor richtet. Bei einigen Patienten wird durch die Chemotherapie eine Schrumpfung der Metastasen erreicht, so dass eine Operation doch noch möglich wird. Neben der Chemotherapie existieren weitere Verfahren zur Metastasen-Behandlung.

 
Kliniken Ostalb

Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd
Wetzgauer Straße 85
73557 Mutlangen

Leiter
Priv.-Doz. Dr. med. Jens Mayer

Stellvertretender Leiter
Dr. med. Dirk Ewald


Kontakt
Sekretariat Allgemein- und Viszeralchirurgie:
Renate Klotzbücher
07171 / 701 - 1602
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