Brustzentrum

Ziele des Brustzentrums

Die Erkrankungen der weiblichen Brust stehen epidemologisch an der Spitze bösartiger Erkrankungen der Frau. Die Zunahme an Erkrankungen aber auch die verbesserten Möglichkeiten der Therapie fordern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller an der Therapie von Brustkrebspatienten Beteiligten.
Darüber hinaus nehmen gutartige Veränderungen der weiblichen Brust zu. Die übergroße Brust mit erheblichem Beschwerdebild sei hier exemplarisch genannnt. Die Europäische Union fördert die Bildung von Organzentren, um durch ein Kompetenznetzwerk mit Anstoßen eines dauerhaften Qualitätsprozesses Ressourcen sinnvoll einzusetzen und zu einer flächendeckenden Verbesserung der Behandlungs- und diagnostischen Qualität zu kommen.

Die EUSOMA hat in Empfehlungen Mindestmengen und Anforderungen an derartige Einrichtungen formuliert. Das Brustzentrum am Stauferklinikum hat diese Mindestmengen (z. B. 150 maligne Neuerkrankungen pro Jahr) in 2003 erfüllt. Auf dem Boden dieser Voraussetzungen ist die Zertifizierung durch TÜV Süd und Deutsche Krebsgesellschaft durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen worden. Insgesamt 3 Reaudits und im Jahr 2007 die Rezertifizierung bestätigten den hohen Stand der Diagnostik und Therapie und der positiven Fortentwicklung.

Es handelt sich bei der Einrichtung eines Brustzentrums aber nicht nur um ein Expertennetzwerk sondern auch um eine Plattform, auf der für Patientinnen und einen interessierten Personenkreis die neuesten Informationen zum Thema Brusterkrankungen zur Verfügung gestellt werden. Im Zuge der Qualitätssicherung werden Kritik aufgenommen und Lösungen erarbeitet. Patientin und Selbsthilfegruppen sind integraler Bestandteil des Brustzentrums.

Das Brustzentrum am Stauferklinikum ist im Onkologischen Schwerpunkt Ostwürttemberg eingebunden. Zusätzlich ist es Teilnehmer des regionalen Netzwerkes unter Leitung der Universitätsfrauenklinik Ulm. Intern wird wöchentlich ein senologisches Tumorboard mit Radiologen, Pathologen und Gynäkologen sowie internistischen Onkologen durchgeführt. Vierzehntägig wird eine fachübergreifende Tumorboardsitzung unter Einbeziehung sämtlicher Organentitäten durchgeführt. Darüber hinaus besteht ein Qualitätszirkel, der für niedergelassene Frauenärzte, Physiotherapeuten, Sozialstationen – um nur einige zu nennen –eine Plattform des Meinungsaustausches und der Weiterbildung bietet.

Weiterbildungsmaßnahmen werden davon unabhängig in loser Folge bis zu viermal im Jahr angeboten. Für interessierte Laien wird im Monat Oktober eine Veranstaltungsreihe über 4 Termine angeboten. Diese Termine werden in der lokalen Presse veröffentlicht. Ein offener Gesprächskreis/Selbsthilfegruppe trifft sich monatlich jeweils am zweiten Donnerstag im Monat in St. Anna, Katharinenstraße 34, Schwäbisch Gmünd um 18:30 Uhr.
Auch diese Termine werden in der lokalen Presse veröffentlicht oder sind auf dieser Homepage unter Aktuelles/Veranstaltungen/Offener Gesprächskreis für Frauen nach Krebs abzufragen.

Darüber hinaus bestehen Projektgruppen zu speziellen Detailfragen wie die interdisziplinäre senologische Projektgruppe zur minimalinvasiven Brustdiagnostik. Das Brustzentrum am Stauferklinikum nimmt aktiv an Therapiestudien teil, da in mehreren Untersuchungen nachgewiesen werden konnte, dass die Teilnehmer an Therapiestudien eine höhere Qualität der Patientenbetreuung anbieten können. Außerdem kann auf diesem Wege die Einführung innovativer Therapiekonzepte unter qualitätsgesicherten Bedingungen angeboten werden. Hierzu wurden die Mitarbeiterinnen in der gynäkologischen Onkologie zur Study-Nurse weitergebildet sowie Dr. med. Ekkehard von Abel als amtlicher Prüfarzt bestellt.

Aufgrund der hohen Zahl primärer Mamma-Karzinome und der Betreuung von Patientinnen im metastasierten Stadium werden plastisch rekonstruktive Eingriffe ebenso wie aufwändige onkologische Therapiekonzepte erforderlich. Dies betrifft auch palliativ-medizinische Maßnahmen, die durch Brückenpflege und Schmerztherapie ergänzt werden. Der Bedarf an psychonkologischer Betreuung wird in einem wöchentlichen Beratungsboard interdisziplinär evaluiert und so sichergestellt, daß die vorhandenen Ressourcen allen stationären Patientinnen zukommen. Leiter ist Oberarzt Diplom-Psychologe Rainer Lakaschus.Neu eingerichtet ist die interdisziplinäre Palliativstation des Stauferklinikums. Das Motto Dame Cicely Saunders:" Weniger dem Leben mehr Tage als den Tagen mehr Leben geben" für unheilbare Kranke wird gelebt.

Das Stauferklinikum ist als Lehrkrankenhaus der Universitätsfrauenklinik Ulm auch über das Brustzentrum mit der Universitätsfrauenklinik verbunden. In speziellen Einzelfragen werden universitäre Einrichtungen durch Vorstellung von Patientengeschichte und Befunden zur Stellungnahme gebeten. Hierzu besteht ein regelmäßiger Austausch mit den entsprechenden Tumorboards in Tübingen und in Ulm. Für weitere spezielle Einzelfragen werden externe Experten im pathologischen Referenzzentrum in Fulda hinzugezogen.

Die Klinik nimmt am DMP Brustkrebs als operativer Standort und für Systemtherapie teil..

Eine weitere Intensivierung der Bemühungen wird durch Aufnahme des Mammoghraphie-Screening-Programmes durch die radiologische Praxis Dr. med. Görner/ Dr. med. Nierhoff/Wagner im Jahr 2008 erfolgen. Dr. med. Claus Görner wurde zum Programmverantwortlichen Arzt der Versorgungsregion 3 ernannt. Diese Region umfasst den Ostalbkreis, Rems -Murr-Kreis, Kreis Heidenheim und Kreis Göppingen. Diese verantwortliche Aufgabe wird an der Radiologischen Praxis des Stauferklinikums für 1 Million Einwohner organisiert. Interessierte können über die angegebenen Telefonnummern bzw. Mail-Adressen Kontakt aufnehmen.

 
Kliniken Ostalb

Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd
Wetzgauer Straße 85
73557 Mutlangen

Leiter:
Dr. med. Erik Schlicht
Chefarzt Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtsmedizin

erik.schlicht@kliniken-ostalb.de

07171/701-1802
07171/701-1809

 
 
 

Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd - Eine Klinik der Kliniken Ostalb gkAöR und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm