Gefäß- und Thoraxchirurgie Arteriosklerose

Erkrankungen der Gefäße

Arteriosklerose ( Gefäßverkalkung )

Die arterielle Verschlusskrankheit (AVK) ist die häufigste Manifestation der generellen Arteriosklerose und die häufigste Erkrankung, die in unserer gefäß- und thoraxchirurgischen Abteilung behandelt wird. Das Auftreten nimmt mit dem Alter und dem Vorliegen der folgenden Risikofaktoren zu:

  • Hypertonus
  • Diabetes mellitus
  • Hypercholesterinämie
  • Nikotinabusus.

Das Krankheitsbild ist schleichend und über Jahre hinweg kommt es zu einer zunehmenden Einengung der Schlagadern, welche die Beine versorgen. Durch diese Arterienverkalkung kommt es zu einer nicht mehr ausreichenden Blutversorgung der Beine, was sich bei Belastung oder beim Gehen bemerkbar macht, indem es zu einer schmerzhaften Verkrampfung der Muskulatur kommen kann. Mit zunehmendem Fortschreiten der Krankheit verkürzt sich die Gehstrecke, daher auch der Name Schaufensterkrankheit. Im fortgeschrittenen Stadium treten Ruheschmerzen auf, bzw. die Blutversorgung verschlechtert sich derart, dass es zu einer Gefährdung des Beines kommen kann. Hier kann es z. B. zu einem Gewebeuntergang kommen, in dem sich die Zehen zunehmend verfärben oder sich offene Stellen am Bein zeigen. Während ca. 20% der Patienten eine typische Claudicatio aufweisen haben viele Betroffene atypische Symptome wie schnelle Ermüdbarkeit, diffuse Beinschmerzen oder es zeigen sich gar Nekrosen der Zehen. Insbesondere der Nikotinabusus verstärkt die Entwicklung der AVK so sehr, dass rund 80% aller Patienten mit dieser Erkrankung aktuelle oder ehemalige Raucher sind. Das Vorliegen eines insulinpflichtigen Diabetes mellitus erhöht das Risiko des Verlusest der Extremität um den Faktor drei.


 

Diagnostik

Stellen sich o. g. Symptome ein, sollte zuerst eine Untersuchung durch den Hausarzt durchgeführt werden. Dabei werden die Pulse im Bereich des Beines bzw. der Füße getastet. Zusätzlich kann durch eine einfache Doppleruntersuchung der Blutdruck auch am Fuß gemessen werden. Sollte sich bei der Untersuchung der Verdacht auf eine schwere Durchblutungsstörung zeigen, kann mittels Ultraschalluntersuchung die Durchblutungsstörung weiter verifiziert werden.

Eine der wichtigsten Untersuchung zur Darstellung der Gefäßsysteme von der Bauchschlagader bis in den Fußbereich hinein ist entweder die Gefäßdarstellung durch eine intraarterielle digitale Subtraktionsangiographie (i. a. DSA) oder eine Magnetresonanzangiographie (MR Angio). Nach Durchführung der vollständigen Untersuchung mit der Anamneseerhebung als auch der Gefäßdarstellung wird ein stadiengerechtes Therapiekonzept erstellt.

Im Anfangstadium geht es darum, die Risikofaktoren auszuschalten, durch Ernährung und Gehtraining sowie durch Medikamente die Symptome zu reduzieren bzw. die Gehstrecke zu verbessern. Neben der Gabe von einem Thrombozytenaggregationshemmer (z. B. ASS) gibt es verschiedene Medikamente, die die Durchblutung verbessern können.

Bei fortgeschrittenen Durchblutungsstörungen kann entweder durch Aufweitung der verengten Gefäßabschnitte mittels eines Ballonkatheters (PTA) oder durch eine Operation der Kalk aus der Engstelle TEA entfernt werden bzw. durch eine Umgehung (Bypass) der verschlossene Gefäßabschnitt umgangen werden.

Interventionelle oder operative Therapiemöglichkeiten

  • Konservative Therapie mit intravenöser Prostavasintherapie, alleine oder auch in Kombination mit operativen Methoden.
  • CT-Sympatikolyse, ebenfalls zur Verbesserung der Durchblutungssituation.
  • Ballondilatation (PTA) in Verbindung mit oder ohne Stentimplantation
  • .Erweiterungsplastiken (TEA mit Kunststoff- oder Venenpatch).
  • Bypassimplantation: Vorrangig werden natürlich biologische Materialen verwendet wie die körpereigene Vena saphena magna oder ggf. Kunststoffbypässe aus Dacron oder GoreBypassimplantation: Vorrangig werden natürlich biologische Materialen verwendet


Postoperative Behandlung

Nach der dementsprechenden operativen Maßnahme gilt es zum einen die Risikofaktoren zu minimieren bzw. durch entsprechende Blutverdünnung (z. B. ASS bzw. Marcumar) eine Gefäßrekonstruktion offen zu halten. Meistens sind die Medikamente dauerhaft zur Blutverdünnung einzunehmen. Die Überwachung der Therapie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt. Regelmäßige wiederkehrende Kontrolluntersuchungen sind in bestimmten Zeitabschnitten erforderlich. Die Kontrollen können sowohl vom Hausarzt als auch von unserer Spezialsprechstunde durchgeführt werden.


 
Kliniken Ostalb

Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd
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73557 Mutlangen

Chefarzt:
Dr. med. Matthias Thiere
Facharzt für Gefäß- und Thoraxchirurgie
Endovasculärer Chirurg

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