Anästhesiologie

Fremdblut(Transfusionen)sparende Maßnahmen

In unserer Klinik sind wir bemüht, weitestgehend auf Transfusionen von Fremdblut bzw. entsprechenden Blutprodukten zu verzichten, obwohl die von uns verwendeten Produkte hervorragend auf Verträglichkeit für jeden einzelnen Patienten und infektiöse Bestandteile kontrolliert sind.

 

Operationstechnik

Unsere Operateure wenden modernste Techniken an, die darauf abzielen, den Blutverlust während der Operation so gering wie möglich zu halten. So werden z.B. elektronisch gesteuerte Ultraschall- und Edelgas"Skalpelle" eingesetzt, die schon während des Schnittes die Blutung zum Stillstand bringen.


Maschinelle Autotransfusion

Bei geeigneten Operationen (z.B. Hüft- und Knieprothesen) wird das austretende Blut steril in eine spezielle Maschine gesaugt, mittels derer die Anästhesieärzte noch während der Operation dieses Blut filtern, von Geweberesten säubern, waschen und dem Patienten rücktransfundieren.
Inzwischen sind wir sogar in der Lage, kleinste Blutmengen aufzubereiten, so daß auch das nach einer Operation über Drainagen abfließende Wundblut gesammelt, gewaschen und dem Patienten zurückgegeben werden kann. Nicht geeignet für dieses Verfahren sind allerdings Operationen bei bösartigen Tumoren oder entzündlichen Erkrankungen.


Blutverdünnung

Unter bestimmten Bedingungen kann es sinnvoll sein, dem Patienten unmittelbar vor einer Operation eine gewisse Menge Blut steril abzunehmen (ca. 300 bis 800 ml) und durch Infusionen zu ersetzen. Somit hat der Kreislauf eine genügende Füllung, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff etc. zu versorgen. Dies wird von Anästhesieärzten gemessen und überwacht.
Der "Trick" an dem Verfahren liegt darin, daß bei einer möglichen Blutung nur verdünntes Blut verloren geht. Ist die Blutung gestoppt, kann dem Patienten sein eigenes, unverdünntes Blut, das am Anfang der Operation abgenommen wurde, rücktransfundiert werden.


Eigenblutspende

In sehr seltenen Fällen kann es notwendig erscheinen, dass ein Patient über mehrere Wochen vor einer Operation zwei bis drei Mal 300 bis 500 ml Blut spendet. Zwischen den einzelnen Spenden muss genügend Zeit liegen, damit das gespendete Blut wieder vom Patienten nachproduziert wird. Somit hätte dieser Patient zwei bis drei Eigenblutkonserven für seine Operation vorrätig.

In unserem Haus wird dieses Verfahren nicht selbst durchgeführt, kann jedoch zusammen mit unseren Kollegen aus den operativen Fächern und in Zusammenarbeit mit der Blutspendenzentrale Ulm organisiert werden.

 
Kliniken Ostalb

Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd
Wetzgauer Straße 85
73557 Mutlangen

 
 
 

Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd - Eine Klinik der Kliniken Ostalb gkAöR und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm