Anästhesiologie

Begriff der Anästhesie

Die Anästhesie ist eine der jüngsten Errungenschaften der Medizin und kann auf eine nunmehr 150 - jährige Geschichte, seit der Entdeckung der Narkose als solcher durch den Zahnarzt William Morton am 16. Oktober 1846 in Boston, zurückblicken. Bis zu diesem denkwürdigen Datum war der Fortschritt der operativen Medizin durch die eingriffsbedingten Schmerzen der Betroffenen und vor allem durch die hohe, auch infektionsbedingte Sterblichkeit stark eingeschränkt. Die meisten Erkenntnisse der operativen Medizin entstammten bis dahin der Kriegschirurgie. William Morton war der erste, der durch den Einsatz von Äther einem Patienten eine schmerzfreie Operation ermöglichte. Das Wort "Anästhesie" kommt aus dem griechischen und bedeutet Empfindungslosigkeit.

Seither hat die Anästhesie eine stürmische Entwicklung durchlaufen. Durch die Entdeckung neuer Medikamente und Verfahren sowie der Erforschung der physiologischen Zusammenhänge wurde es möglich, die vitalen Funktionen der Patienten auch in extremen Situationen zu erhalten. Der Anästhesie ist es zu verdanken, daß heute Eingriffe in praktisch allen Regionen des menschlichen Körpers, auch bei erheblichen Vorerkrankungen der Patienten, möglich sind.

Die Aufgaben der modernen Anästhesie beschränken sich jedoch nicht mehr nur auf die Ausschaltung der Operationsschmerzen, sondern repräsentieren ein breites Spektrum medizinischer Leistungsfähigkeit: In Deutschland gibt es das Fachgebiet Anästhesiologie seit 1953.

Anästhesie im ganzen teilt sich dabei in drei Gebiete

Lokalanästhesie - ein kleines Areal des Körpers wird schmerzfrei gemacht. Dies geschieht meist durch den Chirurgen selbst.

Allgemeinanästhesie - die eigentliche Narkose, in der sich der Patient in einem künstlichen Tiefschlaf befindet.

Regionalanästhesie - ein Teilgebiet des Körpers wird durch Blockade der Nervenbahnen empfindungslos.
Regional- und Allgemeinanästhesie sind die beiden großen Domänen des Faches Anästhesiologie.

Zu dem Bereich des Fachgebiets Anästhesiologie gehören außerdem:

  • Intensivtherapie - hier findet die Versorgung und Betreuung nach schweren Operationen statt. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit von Chirurgen und Anästhesisten.
  • Schmerztherapie - verschiedene therapeutische Prinzipien kommen hier mittlerweile zur Anwendung, um Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen zu behandeln.
  • Notfallmedizin – rund um die Uhr stehen qualifizierte Ärztinnen und Ärzte der Klinik und aus dem niedergelassenen Bereich für den Notarztdienst zur Verfügung.
  • Fremdblutsparende Maßnahmen – sicherer und verträglicher als Fremdblut ist das eigene Blut. Wir bieten für ausgewählte Eingriffe verschiedene fremdblutsparende Maßnahmen an, um die Gabe von Fremdblut zu reduzieren oder zu vermeiden.







 
Kliniken Ostalb

Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd
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